Terms-Karussell
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Bereich: Sprache (30)

Terms der Technischen Kommunikation

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Stand: 18.01.2025
Quellen: tekom terms und D. Juhl

Sprache -1 - (von 30)

Zahlwörter

In Briefen, Pressemitteilungen, Artikeln usw. gilt die Regel, dass Zahlen bis einschließlich zwölf immer ausgeschrieben werden sollen. (eins, zwei, drei, ... zwölf, 13, 14 ...).

In technischen Texten gilt das nicht. Verwenden Sie immer Ziffern.

Sprache -1 - (von 30)

Imperativ

Der Imperativist ein Modus des Verbs, in der Grammatik die Befehls- oder Aufforderungsform.

  • einfacher Imperativ: "Schraube lösen" (bevorzugt für technische Verwender)
  • Höflichkeitsimperativ: "Lösen Sie die Schraube" (bevorzugt in Nutzungsinformationen für Konsumgüter)

Sprache -2 - (von 30)

Basic English

Einfache, 1930 entwickelte Regeln für einfaches Englisch mit dem Ziel einer einfach zu erlernenden, klaren Sprache ???

  • ca. 850 Wörter
  • einfache Grammatik

Sprache -3 - (von 30)

Regelbasiertes Schreiben

Von der tekom e.V. entwickelte Leitlinien zum Schreiben einfacher Texte in der TD.

  • nützliche Sprachwerkzeuge
  • 26 Textregeln
  • 40 Satzregeln
  • 31 Wortregeln

Die Regeln können auch als Grundlage einer Prüfsoftware dienen.

Sprache -4 - (von 30)

Füllwörter

Ein Füllwort ist laut Duden ein Wort mit geringem Aussagewert, das zum Verständnis des Kontextes nicht notwendig ist.

Typische Beispiele sind:
gar, ja, also, halt, eigenlich, irgendwie

In jeder schriftlichen Kommunikation sollten Füllworte nicht benutzt werden.

Mit der Weglassprobe läßt sich herausfinden, welche Worte entbehrlich sind.

Sprache -5 - (von 30)

Passiv

Sprachform, die zum Ausdruck bringt, dass etwas gemacht wird, z.B. "die Taste wird gedrückt".

  • das Passiv sollte in Anweisungen nicht verwendet werden, weil nicht klar wird, wer handeln soll
  • in Beschreibungen kann das Passiv vorkommen

Der Ausdruck des Passivs erfolgt im Deutschen in der Regel durch eine Kombination mit Hilfsverben, vor allem werden und bekommen zusammen mit der sogenannten Partizipform des Verbs (z. B. wird gefressen).

Sprache -6 - (von 30)

W-Frage Ergänzungsfrage

Die Ergänzungsfrage (auch: Bestimmungsfrage, Satzgliedfrage, W-Frage) ist ein Typ von Fragesatz. Ergänzungsfragen werden im Deutschen dadurch gekennzeichnet, dass ein Interrogativpronomen oder Interrogativadverb den Satz einleitet. Diese Fragewörter haben im Deutschen alle an erster Stelle den Buchstaben und werden daher auch als W-Wörter bezeichnet: wer, welcher, wann, wo usw.

Die Ergänzungsfrage bildet einen Gegensatz zum Satztyp der Entscheidungsfrage, die mit ja oder nein beantwortet wird.

Sprache -7 - (von 30)

Textsorte

Konkrete Realisationsformen komplexer Muster sprachlicher Kommunikation [...], die innerhalb der Sprachgemeinschaft im Laufe der historisch- gesellschaftlichen Entwicklung aufgrund kommunikativer Bedürfnisse entstanden sind.

Sprache -8 - (von 30)

Lesbarkeit

Kriterium für die Textverständlichkeit auf Grund der sprachlichen Gestaltung.

Sprache -9 - (von 30)

präzisieren konkretisieren

Prozessschritt beim Formulieren, der darauf abzielt, die beabsichtige Aussage für den Nutzer so zu gestalten, dass er die von ihm erwartete Information entnehmen kann.

  • unkonkret: leiten Sie die Funktion ein
  • konkret: Drücken sie nacheinander F1, F2
  • unpräzise: Überprüfen Sie die Spannung
  • präzise: Lesen Sie am Typenschild die Betriebsspannung ab und vergleichen Sie mit der vorhandenen Netzspannung

Sprache -10 - (von 30)

Komposita

Die Komposition oder Wortzusammensetzung ist in der Grammatik ein Verfahren zur Bildung eines neuen Wortes durch die Verbindung bereits vorhandener Wörter.

Das zusammengesetzte Wort als Ergebnis dieses Verfahrens wird meist Kompositum genannt (Plural: Komposita).

  • Beispiel: Maschinenraumabdeckungsblech-verschraubung

Komposita sind in der TD kritisch, weil sie in viele Sprachen nicht übersetzt werden können.

Sprache -11 - (von 30)

Präposition

Präpositionen, in der Schulgrammatik auch Verhältniswörter oder Vorwörter genannt, sind eine Wortart, die einen Übergangsbereich zwischen Inhaltswort und grammatischer Markierung bildet. Ebenso wie grammatische Elemente sonst bilden sie eine geschlossene Klasse.

Beispiele:

in, an, auf, vor, zwischen, hinter, neben, über

Sprache -12 - (von 30)

Ursache-Wirkung

(Technisches) Erklärungsmuster, bei dem aufgezeigt wird, welche Folge eine bestimmtes Ereignis hat, z.B.:

  • Taste drücken -> Licht ein
  • Sensor erkennt Bewegung -> Tor öffnet

Die Erklärung von Ursache-Wirkung ist in der TD besonders häufig, weil es den technischen Zusammenhang darstellt (Technisches Denken).

Ursache-Wirkung Erklärungen können oft gut in einer Tabelle dargestellt werden (z.B. Erklärung der Bedienelemente).

Im Gegensatz dazu steht die handlungsorientierte Darstellung, die zu einer Aufgabe die Handlungsschritte zeigt.

Sprache -13 - (von 30)

Punktaufzählung, ungeordnete Liste

Formulierung und Darstellung einer Aufzählung in einzelnen Absätzen, meist mit einem Aufzählungszeichen (Punkt, Strich) als ungeordnete Liste.

Die Reihenfolge ist meist gewollt (z.B. vom Allgemeinen zum Speziellen) aber nicht verpflichtend (wie bei einer nummerierten Liste).

Die Liste wird immer von einer Überschrift und/oder einem einleitenden Satz angeführt, z.B.:

Lieferumfang:

  • elektrische Schere
  • Netz- und Ladeteil
  • Ersatzakku

Sprache -14 - (von 30)

Leichte Sprache

Variante des Deutschen, die darauf abzielt, die kommunizierten Inhalte für Menschen mit kognitiven Einschränkungen leicht aufnehmbar und verständlich zu machen.

Sprache -15 - (von 30)

einfache Sprache

Art der Kommunikation, bei der Sprache, Aufbau und Gestaltung so klar sind, dass die vorgesehenen Leser leicht finden können, was sie brauchen, verstehen können, was sie finden, und diese Informationen nutzen können.

Sprache -16 - (von 30)

Persönliche Anrede

Formulierung, die den Nutzer direkt anspricht, z.B. "Drücken Sie die Taste".

  • Die persönliche Anrede ist in Schritt-für -Schritt-Anleitungen üblich.
  • Alternativ kann der Imperativ XXX benutzt werden.

Sprache -17 - (von 30)

Kurzfassung

Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte. Kurzfassungen von Sachtexten können folgende Funktionen erfüllen:

  • Den Leser auf das Thema neugierig machen
  • Ihm die Entscheidung erleichtern, ob die Lektüre des ganzen Textes für ihn lohnend sein kann
  • Den Leser mit den Hauptthesen vertraut machen, ohne dass dieser sich mit den Details beschäftigen muss
  • Querverbindungen zu anderen Themen aufzeigen

Je nach Zweck steht die Kurzfassung am Anfang eines Kapitels, am Ende eines Kapitels oder als Teaser in einer Übersicht.

In der Regel entstehen Kurzfassungen durch nachträgliche Kürzungen der Langfassung.

Sprache -18 - (von 30)

Satzklammer

Im Deutschen typischer Satzbau, der auftritt, sobald das Prädikat neben dem finiten Verb auch noch infinite (nicht konjugierte) Teile hat. Beispiele:

  • Er ist gestern aus Berlin gekommen.
  • Morgen reist er wieder ab.

Da der deutsche Aussagesatz Verbzweitstellung aufweist, befindet sich dann das finite Verb vorne und der restliche, infinite Teil hinten im Satz; die beiden „umklammern“ dann sozusagen das Mittelfeld des Satzes.

Satzklammern sind problematisch, weil sich der Sinn erst am Ende des Satzes ergibt.

Sprache -19 - (von 30)

Modalverben

Verben, die zum Ausdruck einer Modalität – im Sinne von Notwendigkeit oder Möglichkeit – dienen. Auch oft als modale Hilfsverben bezeichnet.

  • können
  • müssen
  • sollen
  • dürfen, - mögen, - wollen, und - brauchen (manchmal)

Modalverben sind in der TD kritisch, weil sie eine Aussage undeutlich und unverbindlich machen ("Sie sollen das Öl täglich kontrollieren")

Nach Juhl ist das Aufzeigen von Möglichkeiten mit "können" eine wichtige Informationskategorie (siehe Ziel der Handlung)

Sprache -20 - (von 30)

deduktiv / induktiv

Vorgehensweise bei der Entwicklung oder Erklärungen.

Deduktiv:

  • vom Besonderen zum Allgemeinen
  • erstellte Theorien empirisch überprüfen

Induktiv:

  • vom Beispiel zur Verallgemeinerung
  • aus empirischen Befunden eine Theorie erstellen

In der TD können beide Formen der Erklärung sinnvoll sein.

Sprache -21 - (von 30)

kontrollierte Sprache

Eine kontrollierte Sprache ist eine natürliche Sprache wie z. B. Deutsch oder Englisch, die nach bestimmten Regeln eingeschränkt wird.

Ziel ist es, technische Dokumentationen und Handbücher verständlicher zu machen, Dokumentationsabläufe effizienter zu gestalten und als Teil des übersetzungsgerechten Schreibens Übersetzungen zu vereinfachen.

Dazu werden beispielsweise Fachwörter, Wortschatz (allgemeiner Kernwortschatz), Sprachstil, Grammatik, Satzbau (z. B. Länge von Sätzen und Absätzen, Verwendung von Aktiv in Anleitungen) festgelegt oder eingeschränkt.

Sprache -22 - (von 30)

Schachtelsatz

Schachtelsatz wird als umgangssprachliche Bezeichnung für einen besonders komplexen Satz verwendet, der mehrfache Einbettungen von Nebensätzen ineinander aufweist (also mehrfache Hypotaxe).

In einem engeren Sinn handelt es sich bei Schachtelsätzen um Sätze, bei denen die Nebensatzeinbettungen in der Mitte des Gesamtsatzes aufeinanderfolgen.

Im Gegensatz dazu spricht man von einem Treppensatz (oder Kettensatz), wenn untergeordnete Nebensätze jeweils am Ende des zuvor begonnenen Gebildes eingefügt sind.

Schachtelsätze sind meist schwer verständlich und sollten deswegen in Anleitungen NICHT verwendet werden.

Sprache -23 - (von 30)

Gedankenstrich

Zeichen, dass Satzteile trennt als:

  • Denkpause
  • Betonung eines Gegensatzes
  • Betonung eines Wechsels

Der Gedankenstrich ist länger als ein Bindestrich, meistens als Geviertstrich oder Halbgeviertstrich ausgeführt.

Sprache -24 - (von 30)

Prägnanz

Qualitätsmerkmal der sprachlichen Ausführung, das vor allem die Präzision und Richtigkeit beurteilt.

Siehe auch: Hamburger Verständlichkeitsmodell

Sprache -25 - (von 30)

kontrollierte Sprache

Reduktion einer natürlichen Sprache durch Eingrenzung des sprachlichen Inventars in Bezug auf Satzbau, Wortbildung und Wortschatz.

  • begrenzter Wortschatz
  • plus Fachbegriffe
  • erlaubte Satzkonstruktionen

Sprache -26 - (von 30)

Lesbarkeitsindex

Ein Lesbarkeitsindex ist eine Formel oder ein Verfahren, mit dem versucht wird, die Lesbarkeit eines Textes formal zu bestimmen.

Bekannte Beispiele:

  • Flesch-Reading-Ease
  • Flesch-Kincaid-Grade-Level
  • Gunning-Fog-Index
  • Wiener Sachtextformel

Die Indizes haben sich im Deutschen nicht bewährt.

Sprache -27 - (von 30)

Sprache

System von Einheiten und Regeln, das den Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft als Mittel der Verständigung dient.

Sprache -28 - (von 30)

Hamburger Verständlichkeitskonzept

Das Hamburger Verständlichkeitskonzept wurde Anfang der 1970er Jahre an der Universität Hamburg von den Psychologen Reinhard Tausch, Inghard Langer und Friedemann Schulz von Thun entwickelt.

Danach hängt die Verständlichkeit eines Sachtexts von vier Textmerkmalen ab:

  • Einfachheit
  • Gliederung/Ordnung
  • Kürze/Prägnanz
  • zusätzliche Anregungen.

Bei Sprachberatern ist das Konzept seit den 1980er Jahren im deutschsprachigen Raum zu so etwas wie einem Standard geworden.

Kognitionswissenschaftler und Linguisten äußern jedoch erhebliche Vorbehalte.

Sprache -29 - (von 30)

Bindestrich

Zeichen, das beim Schreiben entweder zur Verbindung oder zur übersichtlichen Gliederung von Wörtern verwendet wird.

  • Kfz-Brief
  • deutsch-polnische Grenze
  • Kopf-an-Kopf-Rennen
  • Rheinland-Pfalz

Kurze, gut lesbare Zusammensetzungen wie Golfplatz werden ohne Bindestrich geschrieben. Ein Bindestrich ist nur für den Fall vorgesehen, dass das zusammengesetzte Wort ohne Bindestrich zu unübersichtlich wäre.

Die Schreibweise Golf-Platz ist deshalb nicht falsch, aber stilistisch schlecht.

In der Leichten Sprache ist die Verwendung des Bindestrichs in zusammengesetzten Wörtern jedoch ausdrücklich vorgesehen und soll das Verständnis dieser Wörter erleichtern.

Sprache -30 - (von 30)