Terms der Technischen Kommunikation
unfertig
Stand: 18.01.2025
Quellen: tekom terms und D. Juhl
Sprache -1 - (von 30)
Eine Aussage ist explizit wenn sie als eigene Aussage formuliert ist.
Sie ist implizit, wenn sie nur als Eigenschaft erwähnt wird.
Implizit
Der True-Color-Monitor XP122 ist ein LED-Monitor ...
Explizit
Der Monitor XP122 ist ein LED-Monitor.
Er ist als True-Color-Monitor ausgeführt, so dass ...
Implizite Aussagen können leicht überlesen werden. Deswegen ist eine explizite Aussage häufig deutlicher.
Sprache -1 - (von 30)
Gleiche oder ähnliche Darstellung von Content.
Während bei der Speicherung von Content möglichst SingleSource bevorzugt wird, ist es für den Nutzer häufig vorteilhaft die Information mehrfach im jeweiligen Zusammenhang vorzufinden.
Auch für das Lernen können redundante Informationen sinnvoll sein.
Sprache -2 - (von 30)
Der wiederholte Gebrauch des gleichen Wortes hintereinander wird normalerweise als unschön angesehen und im Deutschunterricht als Fehler angestrichen.
In der TD dagegen ist es erforderlich immer wieder den gleichen Begriff in identischer Schreibweise zu verwenden, um den Nutzer nicht zu verwirren.
Wortwiederholungen sind in der TD erwünscht !
Sprache -3 - (von 30)
Ein Lesbarkeitsindex ist eine Formel oder ein Verfahren, mit dem versucht wird, die Lesbarkeit eines Textes formal zu bestimmen.
Bekannte Beispiele:
Die Indizes haben sich im Deutschen nicht bewährt.
Sprache -4 - (von 30)
System von Einheiten und Regeln, das den Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft als Mittel der Verständigung dient.
Sprache -5 - (von 30)
Formulierung, die den Nutzer direkt anspricht, z.B. "Drücken Sie die Taste".
Sprache -6 - (von 30)
Von der tekom e.V. entwickelte Leitlinien zum Schreiben einfacher Texte in der TD.
Die Regeln können auch als Grundlage einer Prüfsoftware dienen.
Sprache -7 - (von 30)
Als Funktionsverbgefüge (FVG; auch Schwellform oder Streckform) werden in der Linguistik Verbkonstruktionen bezeichnet, in denen die Bedeutung (der semantische Gehalt) weitgehend vom Verb auf ein Substantiv verlagert wird und das Verb selbst lediglich als Funktionsverb fungiert.
Beispiele:
In der TD sollten Verben bevorzugt werden.
Sprache -8 - (von 30)
In Briefen, Pressemitteilungen, Artikeln usw. gilt die Regel, dass Zahlen bis einschließlich zwölf immer ausgeschrieben werden sollen. (eins, zwei, drei, ... zwölf, 13, 14 ...).
In technischen Texten gilt das nicht. Verwenden Sie immer Ziffern.
Sprache -9 - (von 30)
(Technisches) Erklärungsmuster, bei dem aufgezeigt wird, welche Folge eine bestimmtes Ereignis hat, z.B.:
Die Erklärung von Ursache-Wirkung ist in der TD besonders häufig, weil es den technischen Zusammenhang darstellt (Technisches Denken).
Ursache-Wirkung Erklärungen können oft gut in einer Tabelle dargestellt werden (z.B. Erklärung der Bedienelemente).
Im Gegensatz dazu steht die handlungsorientierte Darstellung, die zu einer Aufgabe die Handlungsschritte zeigt.
Sprache -10 - (von 30)
Ein Sprechakt ist eine sprachliche Äußerung, insofern sie einen bestimmten Typ einer sprachlichen Handlung repräsentiert.
Beispiele sind: jemanden um etwas bitten, jemandem etwas verzeihen oder jemandem (etwas an)drohen.
Für einen Sprechakt sind unterschiedliche Aspekte relevant. In starker Vereinfachung sind mindestens die folgenden beiden Ebenen zu unterscheiden:
Sprache -11 - (von 30)
Der Imperativist ein Modus des Verbs, in der Grammatik die Befehls- oder Aufforderungsform.
Sprache -12 - (von 30)
Im Deutschen typischer Satzbau, der auftritt, sobald das Prädikat neben dem finiten Verb auch noch infinite (nicht konjugierte) Teile hat. Beispiele:
Da der deutsche Aussagesatz Verbzweitstellung aufweist, befindet sich dann das finite Verb vorne und der restliche, infinite Teil hinten im Satz; die beiden „umklammern“ dann sozusagen das Mittelfeld des Satzes.
Satzklammern sind problematisch, weil sich der Sinn erst am Ende des Satzes ergibt.
Sprache -13 - (von 30)
Eine Fachsprache, auch Technolekt, ist die für ein bestimmtes Fachgebiet oder für eine bestimmte Branche geltende Sprache. Auch eine Sprache, „die sich vor allem durch Fachausdrücke von der Gemeinsprache unterscheidet“, wird so genannt.
Zur Fachsprache gehören kennzeichnend vor allem Fachbegriffe und Fremdwörter, das Fachvokabular. Es ist außerhalb des Fachgebietes sehr ungebräuchlich oder einzelne Wörter haben in ihm eine andere Bedeutung als gemeinsprachlich. Auch Grammatik und Intonation können sich unterscheiden.
In der TD kann Fachsprache verwendet werden, wenn sie der Zielgruppe bekannt ist.
Sprache -14 - (von 30)
Kriterium für die Textverständlichkeit auf Grund der sprachlichen Gestaltung.
Sprache -15 - (von 30)
Ein Teaser oder Anreißer ist ein kurzes Text- oder Bildelement, das zum Weiterlesen, -hören, -sehen, -klicken verleiten soll.
Es steht häufig auf der Frontseite bzw. ersten Seite eines Mediums und weist dort auf den eigentlichen Beitrag hin.
Sprache -16 - (von 30)
Sprachform, die zum Ausdruck bringt, dass etwas gemacht wird, z.B. "die Taste wird gedrückt".
Der Ausdruck des Passivs erfolgt im Deutschen in der Regel durch eine Kombination mit Hilfsverben, vor allem werden und bekommen zusammen mit der sogenannten Partizipform des Verbs (z. B. wird gefressen).
Sprache -17 - (von 30)
Verben, die zum Ausdruck einer Modalität – im Sinne von Notwendigkeit oder Möglichkeit – dienen. Auch oft als modale Hilfsverben bezeichnet.
Modalverben sind in der TD kritisch, weil sie eine Aussage undeutlich und unverbindlich machen ("Sie sollen das Öl täglich kontrollieren")
Nach Juhl ist das Aufzeigen von Möglichkeiten mit "können" eine wichtige Informationskategorie (siehe Ziel der Handlung)
Sprache -18 - (von 30)
Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte. Kurzfassungen von Sachtexten können folgende Funktionen erfüllen:
Je nach Zweck steht die Kurzfassung am Anfang eines Kapitels, am Ende eines Kapitels oder als Teaser in einer Übersicht.
In der Regel entstehen Kurzfassungen durch nachträgliche Kürzungen der Langfassung.
Sprache -19 - (von 30)
Die Komposition oder Wortzusammensetzung ist in der Grammatik ein Verfahren zur Bildung eines neuen Wortes durch die Verbindung bereits vorhandener Wörter.
Das zusammengesetzte Wort als Ergebnis dieses Verfahrens wird meist Kompositum genannt (Plural: Komposita).
Komposita sind in der TD kritisch, weil sie in viele Sprachen nicht übersetzt werden können.
Sprache -20 - (von 30)
Text am Anfang eines Kapitels, der den Leser auf den Inhalt einstimmt.
Sprache -21 - (von 30)
Abgekürzte Schreibweise eines Ausdrucks mit wenigen Buchstaben, z.B.:
Abkürzungen sind in der TD sinnvoll, weil sie den Text leichter lesbar machen. Voraussetzung ist, dass der Leser die Bedeutung der Abkürzung kennt.
Sprache -22 - (von 30)
Variante des Deutschen, die darauf abzielt, die kommunizierten Inhalte für Menschen mit kognitiven Einschränkungen leicht aufnehmbar und verständlich zu machen.
Sprache -23 - (von 30)
Qualitätsmerkmal der sprachlichen Ausführung, das vor allem die Präzision und Richtigkeit beurteilt.
Siehe auch: Hamburger Verständlichkeitsmodell
Sprache -24 - (von 30)
Die Ergänzungsfrage (auch: Bestimmungsfrage, Satzgliedfrage, W-Frage) ist ein Typ von Fragesatz. Ergänzungsfragen werden im Deutschen dadurch gekennzeichnet, dass ein Interrogativpronomen oder Interrogativadverb den Satz einleitet. Diese Fragewörter haben im Deutschen alle an erster Stelle den Buchstaben
Die Ergänzungsfrage bildet einen Gegensatz zum Satztyp der Entscheidungsfrage, die mit ja oder nein beantwortet wird.
Sprache -25 - (von 30)
Schachtelsatz wird als umgangssprachliche Bezeichnung für einen besonders komplexen Satz verwendet, der mehrfache Einbettungen von Nebensätzen ineinander aufweist (also mehrfache Hypotaxe).
In einem engeren Sinn handelt es sich bei Schachtelsätzen um Sätze, bei denen die Nebensatzeinbettungen in der Mitte des Gesamtsatzes aufeinanderfolgen.
Im Gegensatz dazu spricht man von einem Treppensatz (oder Kettensatz), wenn untergeordnete Nebensätze jeweils am Ende des zuvor begonnenen Gebildes eingefügt sind.
Schachtelsätze sind meist schwer verständlich und sollten deswegen in Anleitungen NICHT verwendet werden.
Sprache -26 - (von 30)
Das Hamburger Verständlichkeitskonzept wurde Anfang der 1970er Jahre an der Universität Hamburg von den Psychologen Reinhard Tausch, Inghard Langer und Friedemann Schulz von Thun entwickelt.
Danach hängt die Verständlichkeit eines Sachtexts von vier Textmerkmalen ab:
Bei Sprachberatern ist das Konzept seit den 1980er Jahren im deutschsprachigen Raum zu so etwas wie einem Standard geworden.
Kognitionswissenschaftler und Linguisten äußern jedoch erhebliche Vorbehalte.
Sprache -27 - (von 30)
Präpositionen, in der Schulgrammatik auch Verhältniswörter oder Vorwörter genannt, sind eine Wortart, die einen Übergangsbereich zwischen Inhaltswort und grammatischer Markierung bildet. Ebenso wie grammatische Elemente sonst bilden sie eine geschlossene Klasse.
Beispiele:
in, an, auf, vor, zwischen, hinter, neben, über
Sprache -28 - (von 30)
Information Mapping ist eine als Handelsmarke eingetragene Methode, Informationen zu vereinzeln und zu strukturieren.
Größte Anwendung findet die Technik seit 1972 bei der Erstellung von TD in der Industrie. Die Methode eignet sich jedoch für alle Arten von Firmenunterlagen und andere Redaktionsarbeit.
Dabei handelt es sich um eine Methode zur Informationsstrukturierung.
Sprache -29 - (von 30)
Eine kontrollierte Sprache ist eine natürliche Sprache wie z. B. Deutsch oder Englisch, die nach bestimmten Regeln eingeschränkt wird.
Ziel ist es, technische Dokumentationen und Handbücher verständlicher zu machen, Dokumentationsabläufe effizienter zu gestalten und als Teil des übersetzungsgerechten Schreibens Übersetzungen zu vereinfachen.
Dazu werden beispielsweise Fachwörter, Wortschatz (allgemeiner Kernwortschatz), Sprachstil, Grammatik, Satzbau (z. B. Länge von Sätzen und Absätzen, Verwendung von Aktiv in Anleitungen) festgelegt oder eingeschränkt.
Sprache -30 - (von 30)
oder alle Terms aus Bereich:
Analyse Darstellung Device Didaktik Doku Dokuelement Dokumerkmal Grafik Handlung IT Informationsarchitektur Informationsmanagement Informationsprodukt Jura KI Layout Management Medien Navigation Orientierungselement Plan Produkt Produktbeschreibung Produktkategorie Produktlebenszyklus Produktspezifikation Prozess Psychologie QS Recherche Sicherheit Sprache Terminologie Terminologie Tools UI UX Visualisierung Wissensmanagement XML Zielgruppe Übersetzung